New Digital Business – Die neuen Regeln (Video)

Die digitale Ökonomie fordert Veränderung von Unternehmen. Sie wirkt sich auf alle Bausteine des Unternehmens aus. Im Kern steht der Mensch mit neuen Bedürfnissen, Wünschen und Ansprüchen. In seiner Rolle als Kunde, Führungskraft und Mitarbeiter formt er das Wesen des "New Digital Business". Dieses - englischsprachige - Video ist eine gute Einführung in das Thema.

YouTube-Kanal: TEDx Talks

In diesem Video referiert Richard Heaslip über die Charakterzüge des „New Digital Business“. Richard blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Führungsrollen zurück. Unter anderem bei Google. In seinem Kurzvortrag gliedert er das Thema „New Digital Business“ in vier Schwerpunkte. Zuerst betrachtet er das Aufkommen und die Dynamik digitaler Technologie, danach die Auswirkungen auf die Menschen in und außerhalb der Unternehmen, die Bedeutung für Unternehmen generell und die Bedeutung für das Individuum. Neue Technologie ermöglicht innovativer neue Geschäftsmodelle. In der Regel entstehen so neue Plattformen für unternehmerische Aktivitäten. Mithilfe dieser Plattformen lassen sich Daten einfacher speichern und verteilen. Die Verfügbarkeit von Informationen und Wissen steigt kontinuierlich an. Damit ebenfalls die Wahrscheinlichkeit von Innovation. Im „New Digital Business“ werden Plattformen genutzt, um schneller und direkter in den Austausch mit Zielgruppen zu kommen.

Erkenntnisse und Lerneffekte werden schneller ausgelöst und in neue Lösungen überführt. Aus diesen entstehen neue Märkte, oder radikale Veränderungen in vorhandenen Märkten. Für die Menschen bedeutet das „New Digital Business“ die Demokratisierung unternehmerischer Chancen. Mehr als 2 Milliarden Menschen haben bereits ein Smartphone. Sie besitzen den Zugang zu Wissen, Werkzeugen und Informationen. Und damit die Möglichkeit aus dem Nichts Wert zu schöpfen. Unsere Kinder werden diesen Zustand als Normal empfinden. In der nahen Zukunft wird sich die Zahl innovativer Wertschöpfungen deshalb noch einmal deutlich steigern. Unternehmen der digitalen Ökonomie werden schneller erfolgreich sein. Benötigten Unternehmen 1957 noch 75 Jahre, um in den SP500-Index aufzusteigen, waren es 2015 nur noch 10 Jahre. Diese Entwicklung wird sich weiter beschleunigen. Unternehmen der digitalen Ökonomie respektieren diese Veränderungen. Sie formen neue Unternehmenskulturen mit neuen Arbeitsweisen und einem neuen Verständnis von Führung, Arbeit und Verantwortung.

Zu diesem Trend passt die steigende Forderung junger Mitarbeiter an Unternehmen sich zu digitalisieren. Digitale Werkzeuge und moderne Arbeitsprozesse helfen Menschen effizienter und effektiver zu werden. Aber auch schneller zu Erfolgserlebnissen zu kommen. Selbstbestimmtes, wertvolles und wertbasiertes Arbeiten wird in Zukunft die Zukunftschancen von Unternehmen bestimmen. Passend dazu wird sich die Unternehmensführung und Unternehmensorganisation verändern müssen. Kleine interdisziplinäre Teams werden selbstverantwortlich arbeiten. Manager werden diese Teams auf Vision und Mission strategisch führend. Als Coach und Mentor stehen sie dem Team zur Seite. Als Product-Owner stellen sie die Qualität und Nutzerfokussierung der Produkte und Dienstleistungen in den Team-Fokus. Kleine Teams können schneller Erfolge oder Misserfolge generieren. Letztere sind aufgrund der geringen Teamgröße nicht gefährlich für das große Ganze. Das große Ganze profitiert von Informationen und Wissen. Dieses sind von allen Teams überall und jederzeit einsehbar und damit nutzbar. Die Qualität von Entscheidungen und Unternehmungen steigt an. Das Beschränken von Zugängen zu wichtigen Informationen gilt als größte Hürde in der digitalen Transformation. Der freie Zugang zu Informationen erhöht dagegen die Produktivität. In kleinen Teams führen soziale Verpflichtungen zu stabilen Strukturen. Die Teams regulieren sich selbst. Entscheidend für den zukünftigen Erfolg ist die Fähigkeit sich immer wieder neuen Impulsen auszusetzen. Stillstand ist der Tod. Veränderungen werden die neue Konstante. Menschen im Unternehmen, in allen Rollen, müssen sich miteinander neu erfinden. Nur so können sie eine Organisation formen, die dynamischen digitalen Märkten begegnen kann.

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Kai Hebenstreit war als Soldat im Auslandseinsatz, ehe er sich für digitales Produkt-Design interessierte. Nach einem Design-Studium an der renommierten Ruhrakademie in Schwerte wechselte er zu bekannten deutschen Digitalagenturen, wo er Design-Teams auf Kundenprojekten für die METRO AG, Kraft Foods, RWE, Porsche und viele weitere führte. Seit 2012 berät er freiberuflich und über manymize Unternehmen in der digitalen Transformation. Bei manymize ist Kai in der Geschäftsführung und verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Entwicklung der Angebote, den Reichweiten-Aufbau sowie die Neukunden-Betreuung. Außerdem steuert er regelmäßig Artikel für das Magazin manymize Q bei.