Social-Analytics-Praxis: 7 Schritte für erfolgreichere Posts

Social-Analytics erfolgreich nutzen: Lernen Sie vom Wettbewerb und produzieren Sie optimal ausgerichtete Posts für Ihr Content- und Social-Media-Marketing. Auf Basis kostenloser Analyse-Software.

Social-Media-Analytics: Systematisch & Innovativ zum Erfolg

Oft stellt sich zu Beginn der Vermarktung über Social-Media-Marketing und Content-Marketing die Frage nach den richtigen Beitragsthemen, dem besten Format und dem optimalsten Publikationszeitpunkt. Social-Analytics liefert darauf die Antworten. Warum? Weil Themen, Format und Zeitpunkt die wichtigen Bausteine der Interaktion sind. Die Rate der Interaktion ist der Erfolgsfaktor Nummer 1 in den sozialen Netzwerken. Vor allem auf Facebook. Je höher die Interaktionen, desto relevanter und beliebter der Inhalt, umso besser für Facebook. Bedenkt man, dass von 1.500 Beiträgen die nach dem Login in Facebook zur Anzeige bereitstehen nur 300 angezeigt werden, wird die Notwendigkeit relevanter Inhalte klar. Denn diese 300 Beiträge werden auf Basis der zurückliegenden Interaktionen bewertet und eingestuft. Von den 300 Beiträgen sind übrigens nur ein sehr kleiner Teil Beiträge aus Unternehmensseiten. Organische Reichweite auf Facebook ist also harte Arbeit.

Social-Analytics: So geht man in der Praxis vor

Wir empfehlen deshalb von Anfang an systematisch an die Sache heranzugehen. Mit Social-Analytics-Software und nur sieben Schritten lassen sich erfolgreiche Social-Media-Formate, Zeitpunkte und Veröffentlichungsfrequenzen aus den Seiten bereits etablierter Unternehmen auslesen. Auf dieser Basis lassen sich Beiträge mit sehr hoher potentieller Interaktion planen, umsetzen und publizieren. Zusammen mit einem wiederkehrenden Controlling der Social-Media-Aktivitäten entsteht ein System, das Erkenntnisse über Vorlieben und relevante Themen der Zielgruppe generiert. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die 7 Schritte vor.

In 7 Schritten zu neuen, wirksamen Inhalten für Social-Media- und Content-Marketing

Social-Media-Analytics zur Analyse des Wettbewerbs.

  • Liste möglicher Wettbewerber oder Influencer aufstellen: Bestimmt sind schon einige Unternehmen am Markt aktiv, die sich an dieselbe Zielgruppe richten. Notieren Sie die größten und aktivsten Wettbewerber in einer Liste. Ergänzen Sie die Liste danach um Unternehmen, die sich an dieselbe Zielgruppe richten, aber vor Ihrer Wertschöpfung aktiv sind. Solche Unternehmen können beispielsweise Verlage mit bestimmten Publikationen sein. Gerade die Beiträge von Verlagen sind eine extreme Inspirationsquelle. Verlage müssen nämlich hochrelevante Inhalte produzieren, um überhaupt ihr Geschäftsmodell umsetzen zu können. Suchen Sie also möglichst viele Publikationen heraus. Solche, die an Bahnhöfen verkauft werden, aber auch Online-Blogs und ähnliches. Suchen Sie danach nach den Facebook-Fanpages dieser Anbieter. Notieren Sie die URLs in der Liste. Wie benötigen die URLs der Fanpages im nächsten Schritt, um diese in Fanpage-Karma zu analysieren. Die Analyse der Social-Media-Seiten wird uns zeigen, welche Beiträge wann und wie am besten funktionieren. Der Indikator für erfolgreiche Beiträge ist die Interaktionsrate.
  • Account in Fanpage-Karma anlegen: Legen Sie unter www.fanpagekarma.com einen Account an. Sie können sich per Facebook-Login anmelden. Widersprechen Sie der Nutzung der persönlichen Daten, falls Ihnen das wichtig ist. Nach der Anmeldung nehmen Sie die Liste zur Hand.Social-Analytics in der Praxisanwendung: Eingabe der FanpagesKopieren Sie immer eine Fanpage in den Suchschlitz. Sobald die Seite gefunden wurde, können Sie diese zu Ihrem Dashboard hinzufügen. Wiederholen Sie den Vorgang für alle Fanpages aus Ihrer Sammlung. In dem Dashboard lassen sich alle relevanten Daten der Fanpages einsehen und miteinander vergleichen. Vor allem aber können die wirksamsten Beiträge, Beitragstypen und Zeitpunkte identifiziert werden. Und genau darum geht es uns bei der Social-Media-Analyse.
  • Die Beiträge mit den höchsten Interaktionen anzeigen lassen: Gehen Sie ins Dashboard der einzelnen Fanpages. Dort sehen Sie, welche Beiträge der Seite die meiste Interaktion erzeugt hat.Social-Media-Analytics der besten Beiträge der FanpagesNotieren Sie sich Thema, Format und Zeitpunkt. Wählen Sie vor allem Beiträge, die aus dem Durchschnitt aller Beiträge herausragen. Erstellen Sie aus diesen Beiträgen eine Sammlung für Ihr Content-Angebot. Wir werden Ihnen gleich zeigen, wie daraus ein fokussierter Redaktionsplan für Social-Media- und Content-Marketing entsteht.
  • Informationen über Wochentage / Tageszeit / Frequenz ableiten: Im ersten Schritt haben wir die wirksamsten Beiträge anhand der Interaktionsrate identifiziert. Daraus werden wir Ideen und Ansätze für eigenen Blog- und Social-Media-Beiträge erzeugen.Social-Analytics zur Analyse von Wochentagen und UhrzeitenZuerst sehen wir uns weitere wichtige Daten an. Unterm Strich reicht es nämlich nicht aus richtig gute Beiträge zu posten. Diese müssen auch zur richtigen Zeit erscheinen. Und im Bezug auf die Frequenz müssen wir auch sichergehen. Zu häufige Aussendungen und der Nutzer ist genervt. Zu seltene Aussendungen und der Nutzer nimmt uns nicht mehr wahr. Deshalb werfen wir jetzt einen Blick auf die Tageszeiten, Wochentage und die Frequenz. Die am besten funktionierenden Tage, Tageszeiten und die Frequenz notieren wir uns für jeden Wettbewerber. Danach ziehen wir aus den Werten den Durchschnitt. Damit erhalten wir eine sehr gute Übersicht über die am besten funktionierenden Wochentage für unsere Social-Media-Beiträge, die beste Publikationszeit und natürlich die Frequenz an die der Nutzer gewöhnt ist.
  • Regeln für die eigenen Beiträge aufstellen: Wir haben von jedem Wettbewerber die besten Beiträge mit den höchsten Interaktionen identifiziert und in einem Dokument gesammelt. Jetzt gilt es aus der Fülle an Daten einen knackigen 1-2 Seiter zu bauen. Dieser dient uns als Leitfaden für Themen, Formate und Publikationszeitpunkte in dem folgenden Quartal.Zeitpunkte für die Publikation mit Social-Analytics findenWir beispielsweise stellen für jedes Quartal einen Redaktionsplan auf und dokumentieren unsere Hypothesen. 2 Wochen vor Ablauf des Quartals treffen wir uns und besprechen die Leistung der Formate. Dazu vergleichen wir die Performance mit den Hypothesen. Formate und Themen die besonders gut funktionieren werden unverändert in das nächste Quartal übernommen. Zusätzlich erstellen wir dann einen neuen Redaktionsplan mit neuen Hypothesen. Wichtige Erkenntnisse überführen wir am Ende jeden Quartals in die Personas. So lernen wir quartalsweise unsere potentiellen Kunden immer besser kennen. Suchen Sie im Dashboard nach Themen mit hoher Interaktionsrate, ermitteln Sie die Zeitpunkte der Publikation und die tägliche Frequenz. Planen Sie die Publikation Ihrer Beiträge kurz vor und nach den Spitzenwerten. Überall dort, wo ein Peak auftaucht, wird der Wettbewerb um die raren Anzeigenplätze im Stream des Kunden extrem sein. Dadurch, dass wir kurz vorher oder nachher posten, entziehen wir uns dem Wettbewerb und steigern die Wahrscheinlichkeit der Anzeige.
  • Monatliches und quartalsweises Benchmarking durchführen: Unser letzter Tipp in diesem Beitrag – Schauen Sie immer, wo Sie im Vergleich zu den anderen stehen. Wenn Sie noch am Anfang der Bemühungen stehen, achten Sie eher auf relative Zahlen. Wie schnell wächst die Fan-Anzahl, wie hoch ist die organische Reichweite, wie stark ist die Interaktion zwischen Unternehmen und Nutzern. Erreichen Sie ausreichend starke Interaktionswerte, um die organische Reichweite zu steigern? Wie viele Personen kommen aus Facebook auf Ihre Online-Präsenz. Führen Sie jedes Quartal eine Analyse durch, passen Sie den Redaktionsplan entsprechend an und arbeiten Sie Erkenntnisse über die Zielgruppe in die Personas ein.

Fazit zum Thema Social-Media-Analytics

Interaktionen sind die Währung sozialer Netzwerke. Je höher die Interaktion und je positiver die generierten Reaktionen ausfallen, um so größer ist die Chance auf organische Sichtbarkeit in Facebook und Co. – Gleichzeitig erhöht sich die Anzahl der Personen, die Ihren Beitrag lesen, durch Weiterempfehlungen Ihrer Nutzer. Einmal gepostete Beiträge können Sie durch Social-Media-Advertising-Formate weiter pushen. Benutzen Sie dazu Beiträge mit sehr hoher Interaktionsrate in der Vergangenheit. Starten Sie in das Social-Media-Marketing mit einer systematischen Analyse von Content-Angeboten. Konzentrieren Sie sich zuerst auf Wettbewerber, danach auf Verlage und ähnliche Angebote. Vor allem letztere sind auf hoch relevante Inhalte und eine starke Emotionalisierung des Nutzers angewiesen. Lernen Sie von diesen Unternehmen was funktioniert und was nicht. Planen Sie Ihren Redaktionsplan anhand dieser Erkenntnisse. Stellen Sie Hypothesen auf und testen Sie diese Quartalsweise. Konzentrieren Sie sich auf funktionierende Formate und entwickeln Sie immer wieder neue Themen und Ansätze. Erweitern Sie dazu die Analyse auf entferntere Inhaltsangebote. Wenn Sie auf diese Weise systematisch an Social-Media-Marketing herangehen, werden Sie effizient und effektiv Erfolg haben. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und sind auf Ihr Feedback gespannt. Stellen Sie Fragen und machen Sie Verbesserungsvorschläge – Wir sind auch nur lernende Menschen.

mm
Kai Hebenstreit war als Soldat im Auslandseinsatz, ehe er sich für digitales Produkt-Design interessierte. Nach einem Design-Studium an der renommierten Ruhrakademie in Schwerte wechselte er zu bekannten deutschen Digitalagenturen, wo er Design-Teams auf Kundenprojekten für die METRO AG, Kraft Foods, RWE, Porsche und viele weitere führte. Seit 2012 berät er freiberuflich und über manymize Unternehmen in der digitalen Transformation. Bei manymize ist Kai in der Geschäftsführung und verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Entwicklung der Angebote, den Reichweiten-Aufbau sowie die Neukunden-Betreuung. Außerdem steuert er regelmäßig Artikel für das Magazin manymize Q bei.

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